Island begeistert mit Vulkanen, Gletschern, Wasserfällen und weiten Landschaften. Gleichzeitig zählen viele Naturräume zu den empfindlichsten Europas. Wer Island bereist, kann mit einem respektvollen Verhalten dazu beitragen, Natur, Infrastruktur und Tierwelt achtsam zu erleben. Die folgenden Hinweise helfen dabei, die Insel verantwortungsvoll zu entdecken.
Anreise und Atmosfair
Die meisten Islandreisen beginnen mit einem Flug. Alternativ ist die Anreise auch mit der Fähre möglich. Bei der Buchung können Sie einen freiwilligen Beitrag an die Organisation Atmosfair leisten. Die Mittel fließen in Projekte im Bereich erneuerbarer Energien und Energieeffizienz. Weitere Informationen finden Sie unter www.atmosfair.de.
Wie schützt man Islands empfindliche Natur?
Das isländische Moos gehört zu den empfindlichsten Pflanzen des Landes und kann Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte für seine Regeneration benötigen. Daher sollten Besucher markierte Wege nicht verlassen und offizielle Hinweise vor Ort beachten. In einigen Regionen gelten saisonale Sperrungen oder besondere Sicherheitsvorschriften, etwa in Geothermalgebieten oder Naturschutzbereichen.
Wichtige Verhaltensregeln auf einen Blick:
► Auf markierten Wegen bleiben
► Ausschließlich ausgewiesene Straßen und Parkplätze nutzen
► Naturflächen nicht befahren
► Beschilderungen und Sperrungen respektieren
► Müll wieder mitnehmen
► Naturplätze so hinterlassen, wie sie vorgefunden wurden
Lokale Produkte & regionale Anbieter entdecken
Viele Reisende möchten Island nicht nur landschaftlich, sondern auch kulinarisch kennenlernen. Ein Besuch von Höfen, Gewächshäusern oder familiengeführten Betrieben bietet Einblicke in die regionale Landwirtschaft und Produktion. In Island wird ein Teil der Lebensmittel unter besonderen klimatischen Bedingungen erzeugt, beispielsweise in geothermisch beheizten Gewächshäusern.
► Fridheimar Gewächshäuser geothermal beheizt und mit einer unfassbar guten Tomatensuppe
► Efstidalur Farmhotel mit Farm-to-Table-Ansatz und sehr leckerer, hausgemachter Eiscreme
► Hreppamjölk Milchfarm eine der traditionsreichsten Molkereien Islands mit eigenem Hofladen
Island mit dem Elektroauto bereisen
Die Ladeinfrastruktur in Island wird kontinuierlich ausgebaut. Entlang der Ringstraße und in vielen touristischen Regionen stehen öffentliche Ladestationen zur Verfügung. Daher können zahlreiche Mietwagenreisen auch mit einem Elektrofahrzeug durchgeführt werden. Für Fahrten ins Hochland gelten je nach Fahrzeugmodell und Route besondere Anforderungen. Wir haben zudem ein beispielhaftes Angebot für eine Rundreise mit dem Elektroauto in Island im Programm. Gern sind wir Ihnen bei der Planung einer Rundreise mit dem Elektroauto behilflich.
Tipps für Reisen mit dem Elektroauto
► Tagesetappen an die Reichweite anpassen
► Lade-Apps wie ON oder N1 nutzen
► Unterkünfte mit Lademöglichkeiten bevorzugen
► Smartphone und mobiles Internet für die Ladeplanung bereithalten
Der isländische Schwur
Auch Sie können ganz offziell Ihren Anteil zum verantwortungsbewussten Reisen auf Island beitragen in dem Sie den Verhaltensempfehlungen des Isländischen Fremdenverkehrsamts befolgen. Eine tolle Aktion mit Verhaltenstipps, an die sich jeder Besucher Islands ganz einfach halten kann.
► Ich schwöre, ein verantwortungsvoller Tourist zu sein. Wenn ich neue Orte erkunde, hinterlasse ich sie so, wie ich sie vorgefunden habe.
► Ich werde zum Sterben schöne Fotos machen, ohne dafür zu sterben.
► Ich werde der Straße ins Unbekannte folgen, aber niemals von der Straße abweichen.
► Und ich werde nur dort parken, wo es erlaubt ist.
► Wenn ich unter dem Sternenzelt schlafe, bleibe ich auf dem Campingplatz.
► Und wenn mich der Ruf der Natur ereilt, beantworte ich ihn nicht in der Natur.
Leisten Sie den isländischen Schwur auf: https://pledge.visiticeland.com/.
Welche Maßnahmen setzen unsere Partner um?
Bei einigen Partnerbetrieben gehören Maßnahmen wie geothermische Beheizung, Mülltrennung, regionale Lebensmittel oder die Vermeidung von Lebensmittelabfällen zum Betriebsalltag. Orientierung können außerdem Zertifizierungen wie VAKINN, das Nordic Swan Ecolabel oder ISO 14001 bieten.
► Das Hotel Fjlotshlid, das die strenge Nordic Swan Öko-Zertifizierung trägt, plant das erste Zero-Waste Hotel in Island zu werden. Insbesondere Essensabfälle werden bereits erfolgreich vermieden. Die Gäste können vor Ort Bäume pflanzen. (Weitere Infos: www.smaratun.is/ und www.nordic-ecolabel.org)
► Im Efstidalur Farmhotel übernachtet man nicht nur in heimeliger Atmosphäre – das Restaurant bietet hofeigene Milch- und Fleischprodukte sowie hausgemachtes Bio-Speiseeis! Gemüse wird von den Nachbarhöfen geliefert. (www.efstidalur.is)
► Unser VAKINN-zertifizierter Partner Fridheimar betreibt Tomatenanbau und eine Pferdezucht in Südisland. Schauen Sie doch mal auf eine Tomatensuppe im Geothermal-Gewächshaus vorbei! (www.fridheimar.is/de und https://www.vakinn.is)
Häufige Fragen zum verantwortungsvollen Reisen in Island
Ja. Viele Landschaften sind empfindlich und regenerieren sich nur langsam. Markierte Wege helfen dabei, Naturflächen zu schützen.
Das Befahren unberührter Naturflächen außerhalb ausgewiesener Straßen ist in Island gesetzlich verboten. Fahrspuren bleiben in der oft kargen Vegetation lange sichtbar und können nachhaltige Schäden verursachen. Deshalb dürfen Fahrzeuge ausschließlich auf freigegebenen Straßen und Parkflächen bewegt werden.
Ja, das ist in jedem Fall möglich. Die Infrastruktur ist mittlerweile gut ausgebaut und verfügt über flächendeckende Lademöglichkeiten für Elektroautos. Nur im Hochland gelten je nach Fahrzeugmodell und Route andere Bedingungen.
Wer sich über Umwelt- und Qualitätsstandards im Tourismus in Island informieren möchte, findet bei verschiedenen Zertifizierungen und Brancheninitiativen hilfreiche Orientierung. Dazu gehören beispielsweise das isländische Qualitätssiegel VAKINN, das Nordic Swan Ecolabel sowie die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001. Diese Kennzeichnungen informieren über die Teilnahme an bestimmten Zertifizierungs- oder Managementsystemen und können bei der Recherche zu einzelnen Unternehmen oder Unterkünften eine Orientierung bieten. Welche Maßnahmen ein Unternehmen oder eine Unterkunft konkret umsetzt, sollte anhand der jeweils veröffentlichten Informationen des Anbieters geprüft werden.
Ja. Das Leitungswasser in Island gilt als sehr hochwertig und kann in der Regel bedenkenlos getrunken werden. Wir legen Ihnen sehr ans Herz, eine wiederbefüllbare Trinkflasche mit nach Island zu nehmen. Viele Reisende nutzen diese und füllen sie unterwegs an Unterkünften oder öffentlichen Einrichtungen auf.
Island zählt zu den beliebtesten Regionen Europas für Wal- und Vogelbeobachtungen. Viele Anbieter arbeiten nach festen Verhaltensrichtlinien, die Mindestabstände zu Tieren und Maßnahmen zur Vermeidung von Störungen vorsehen. Informationen zu verantwortungsvoller Tierbeobachtung stellt die Organisation IceWhale bereit.